Studie im European Heart Journal: Drohnen schneller als Krankenwagen bei der Bereitstellung von Defibrillatoren

Drohnen werden bereits seit einigen Jahren zur Abgabe von Defibrillatoren eingesetzt: Eine im European Heart Journal veröffentlichte Studie zeigt, dass sie nicht nur qualifiziert, sondern auch schneller und effektiver sind als Krankenwagen

Drohnen und Defibrillatoren, die Studie im European Heart Journal

Diese Ansicht wird von Sofia Schierbeck, Forscherin am Karolinska-Universitätskrankenhaus, unterstützt, die eine Studie abgeschlossen hat, in der automatische Defibrillatoren außerhalb der Häuser von Menschen mit Herzstillstand abgegeben wurden und ihre Mission innerhalb der ersten Minuten nach einem Herzinfarkt erfüllten.

Sie waren schneller als Krankenwagen um durchschnittlich zwei Minuten.

Ein Herzstillstand ist ein sehr gefährlicher Zustand, wenn er nicht rechtzeitig, innerhalb von Minuten oder Sekunden behandelt wird.

Ohne Herz-Lungen-Wiederbelebung oder einen Elektroschock von einem automatisierten externen Defibrillator (AED) kann es laut der gleichen Erklärung der European Society of Cardiology tödlich sein.

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Die Studie zu Drohnen und Defibrillatoren wurde in Göteborg, Schweden, durchgeführt

Für eine gewisse Zeit schickten die Einsatzzentralen mit demselben Ruf sowohl den Krankenwagen als auch die Drohne zum Einsatzort.

Drei Drohnen mit einer Flugzeit von jeweils fünf Stunden wurden an verschiedenen Standorten im Untersuchungsgebiet Göteborg installiert.

Als die Fernpiloten der Drohnen einen Alarm erhielten, kontaktierten sie den Flugsicherungsturm des Flughafens, der sich im selben Bereich befindet, um die Genehmigung für den Flug zu erhalten.

Nach Erhalt der Genehmigung würden sie die Drohne in die Luft bringen.

In 64 % der Fälle erreichte die Drohne das Interventionsszenario mit einem Vorsprung von 1 Minute 52 Sekunden vor dem entsprechenden Krankenwagen.

Allerdings ist dieses wertvolle Tool kein Allheilmittel: Witterungseinflüsse (Wind, Regen) und Sperrgebiete machen den Einsatz der Drohne nicht immer möglich.

Es ist auf jeden Fall die „erste Studie zum Einsatz von Drohnen mit AEDs in realen Notfällen“.

Wir haben ein System entwickelt, das AED-Drohnensysteme verwendet, die in fernüberwachten Hangars platziert sind und vollständig in den Rettungsdienst, die Leitstelle und die Flugsteuerung integriert sind.

Unsere Studie zeigt, dass dies nicht nur möglich, sondern auch schneller sein kann als ein Krankenwagen.

Dies ist der erste Proof of Concept und der Ausgangspunkt für den Einsatz von Drohnen in der Notfallmedizin weltweit“, erklärt Sofia Schierbeck.

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Quelle:

Europäisches Herz Journal

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